Themen


News / 04. May 2010 - 22:00 Uhr

Hessische Wissenschaftsministerin tadelt rebellischen FH-Präsidenten

Bildnachweis: complize / photocase.com

Die hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann äußerte sich gestern zur Ankündigung des Präsidenten der Fachhochschule Frankfurt den Hochschulpakt nicht unterschreiben zu wollen. Sie hält dieses Verhalten für “sehr schwer nachvollziehbar”. Dieselbe Ministerin möchte mit dem “Pakt” mindestens 30 Millionen Euro an den Hessischen Hochschulen einsparen. Diese Kürzungen würden die Hochschulen schwer treffen.

Der Präsident hatte in einem offenen Brief angekündigt, den Hochschulpakt 2011-2015 nicht unterschreiben zu wollen. Dass der Pakt kein Pakt ist, kann man daran erkennen, dass die Ministerin von den Hochschulen erwartet, dass sie den Hochschulpakt in jedem Fall unterschreiben. Dies unterstreicht die Drohung der Ministerin, dass es “keine Grenze nach unten gibt” wenn der Pakt nicht unterschrieben wird. Da wird man daran erinnert, dass bei der Verhandlung des letzten Pakts ebenfalls eine FH-Präsidentin den Pakt nicht unterschreiben wollte. Der damalige Wissenschaftsminister Corts hat dann einfach einen Erlass mit dem gleichen Inhalt verabschiedet. Es wäre freilich für ihn in vielen Belangen praktischer gewesen, hätte sich die Präsidentin freiwillig dem Diktat unterworfen. Ähnliches könnte auch diesmal bei Nichtunterzeichnung des Pakts durch den FH-Frankfurt-Präsidenten geschehen.

Diese Newsmeldungen könnten Dich auch interessieren:

Wir wollen uns völlig klar darüber sein, dass der Nationalismus ein Laster ist. Wir meinen mit ‚Nationalismus‘, jede übergebührliche Betonung der Nationalität… Der Nationalismus ist ein Laster, weil er sein Augenmerk auf vergleichsweise belanglose Dinge lenkt… und dabei das Wesentliche übersieht, das einfach darin besteht, dass er (jeder Mensch) ein Mensch ist. (…) Was macht es schon aus, dass ich Englisch spreche und jemand anders Deutsch, dass meine Haut weiß ist und die eines Negers schwarz ist, dass ich Jude bin und mein Nachbar anderen Glaubens… Lasst uns denn im Namen der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes diese Unterschiede vergessen, damit wir uns unseres gemeinsamen Menschseins erinnern.
(Victor Gollancz)